Was ist und wie entsteht eigentlich Angst?

Über die Entstehung von Angststörungen gibt es verschiedene Theorien. Alle Ängste haben einen natürlichen Hintergrund. So gehen die spezifischen Phobien auf Urängste der Menschen zurück, die in früheren Zeiten eine Rolle spielten, als die Angst vor Raubkatzen, Wölfen, Schlangen und giftigen Spinnen überlebensnotwendig war. Menschen, die keine Angst vor gefährlichen Tieren oder Naturgewalten hatten, starben aus, während die Vorsichtigen ihre Ängste auf dem Erbwege an die nächsten Generationen weitergaben. So geht eine Katzenphobie auf die Furcht vor dem Säbelzahntiger zurück.

 

Die körperlichen Ausdrucksformen der Angst sind eigentlich natürliche Vorgänge, die den Körper in einer Gefahrensituation auf Kampf oder Flucht vorbereiten sollen: So dient das Herzrasen einer besseren Durchblutung der Muskeln und die beschleunigte Atmung der Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut. Bei einer Angsterkrankung ist die Auslösung dieser Kampf-oder Flucht-Reaktion allerdings grundlos oder unangemessen.

 

Allerdings bestimmt ein Zusammenspiel erblicher, neurobiologischer und psychologischer Faktoren, ob sich bei einem individuellen Patienten die Angst in übersteigerter Form äußert.

 

Neben starken Angstgefühlen sind ausgeprägte körperliche Symptome typisch, so zum Beispiel:

  • Herzrasen, Herzklopfen
  • Beklemmungsgefühl
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Schwindel
  • Zittern
  • Brustschmerzen.
  • Schweißausbrüche
  • Mundtrockenheit

 

Angst zu haben ist was ganz natürliches. Wenn man merkt, das Angstzustände zunehmen oder man nicht mehr weiter weis, sollte man einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen.