Mobbing ist eines von Be-Socials großen Themen. Doch: Was ist Mobbing? Was kann man dagegen tun?

Was ist Mobbing?

Es gibt zu Mobbing keine einheitliche Definition. Daher wird der Begriff von verschiedenen Menschen anders dargelegt. Die meisten Experten definieren Mobbing allerdings in etwa wie folgendes:

Mobbing ist eine relativ permanente und relativ häufige Anreihung von Anfeindungen, Vorwürfen, Vorurteilen, Beschimpfungen, und / oder körperlichen Übergriffen auf ein oder mehrere Opfer. Meist am Arbeitsplatz, oder in der Schule.

Zusammenfassung der wichtigsten Definitionen

Oft ist zudem definiert, das Mobbing über mindestens 6 Monate bestehen und mindestens einmal die Woche stattfinden muss.

-> Was du aus diesen Definitionen mitnimmst musst du allerdings selber entscheiden. (Besonders der Bezug auf die Zeitdauer des Mobbings wird in Fachkreisen oft kritisiert. Auch in weniger als einem halben Jahr kann Mobbing zu schlimmen Folgen führen).W

Ich werde gemobbt. Was tun?

Leider gibt es keinen immer funktionierenden Lösungsweg. Psychologie und Pädagogik sind sehr umfangreiche Disziplinen, die anders als in der Mathematik nicht „den einen richtigen Weg“ beschreiben. Daher können wir hier keine allgemeinen Ratschläge geben. Zudem möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass alle folgenden Tipps in der Theorie einfach gesagt sind, in der Praxis allerdings nicht immer funktionieren und auch viel Mut deinerseits erfordern. Es lohnt sich aber natürlich alles zu probieren, um wieder die gewünschte Lebensqualität zu fordern.

1. Such dir Hilfe

Es ist immer wichtig das du jemanden hast mit dem du reden kannst. Such dir erstmal einen guten Freund mit dem du über deine Mobbingerfahrungen sprechen kannst. Wenn du auch noch einen anderen Ansprechpartner möchtest wende dich auch gerne an einen Seelsorger.

*HIER* findest du sowohl eine Auflistung unserer Seelsorgeangebote, aber auch andere ausgewählte Institutionen, die einen guten Job machen.

2. Wende dich an deine Eltern

Deine Eltern sind dir meistens wohlgesonnen und können auch weitere Schritte eingehen als du. Es ist immer gut über das Thema Mobbing ganz offen mit seinen Eltern sprechen zu können. Deine Eltern haben mehr Möglichkeiten die folgenden Schritte auszuführen und können dich auch nochmal ein wenig beruhigen. Sie kennen dich einfach schon dein ganzes Leben.

3. Wende dich an deine Klassenlehrer / Vertrauenslehrer

Sprich das Thema Mobbing in einem 4 Augen-Gespräch mit deinem Klassen- oder Vertrauenslehrer (Dies kannst du natürlich auch zusammen mit deinen Eltern machen, wenn dir das sicherer ist.). Diese haben nämlich die Aufgabe dafür zu sorgen, das es dir in der Schule gut geht und du nicht gemobbt wirst. Häufig sind deine Lehrer auch in der Lage hochwertig einzugreifen, um die Situation zu beruhigen.

4. Wende dich an die Schulleitung

Sollte dein Klassenlehrer nicht mehr weiter wissen und auch deine Eltern haben Ihre letzten Ideen erschöpft kann es helfen die Situation deinem Schulleiter, deiner Schulleiterin zu erläutern. Diese/r kann daraufhin weitere Interventionen planen und buchen.

5. Zeige Mobbing an

Wenn nichts mehr gegen Mobbing hilft ist der letzte Schritt der Gang zur Polizei. Mobbing an sich ist zwar nicht strafbar, aber die Handlungen aus denen Mobbing besteht sind es (Körperverletzung, Beleidigung, Nötigung, Verleumdung, …)

Fazit

Wie du siehst bist du gegen Mobbing nicht wehrlos. Du kannst viel dagegen tun, aber das erfordert viel Mut, Zeit und Anstrengung. Wir wünschen dir alles gute für deinen Weg.

Wir von Be-Social haben weiterhin Seelsorger, die sich sehr mit dem Thema Mobbing beschäftigt haben. Du darfst uns jederzeit anschreiben.

Wenn du dich weiter mit dem Thema befassen möchtest empfehlen wir dir Pädagogik-Lektüren. Fachbücher zum Thema Mobbing sind mit einigen Ausnahmen leider häufig veraltet. Es macht mehr Sinn sich eine eigene Meinung zu bilden.